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Lieblings- _____ der Woche

Franz-Dinda-Tattoo "Elvis"

Lieber Herr A-Ton,

für letzte Woche gibt es heute einmal meine Lieblingsalben zur Abwechslung:

01 Tori Amos – Night of Hunters
02 Ratatat – Ratatat
03 Serge Gainsbourg – Histoire de Melody Nelson
04 A.A. Bondy – American Hearts
05 Bon Iver – Bon Iver
06 The Salsoul Orchestra – Mixology: The Definitive Salsoul Mixes
07 The Kooks – Junk Of The Heart (Happy)                                                                                           08 Tori Amos – 2005-04-19: Paramount Theatre, Denver, CO, USA
09 Marina & The Diamonds – The Family Jewels
10 Bon Iver – For Emma, Forever Ago

Tori Amos habe ich hier jetzt eingeflickt, da ihre neue Platte Night of Hunters nur unscrobblebar zu hören war. Mittlerweile ist sie aber auch physisch erschienen. Ich bin immer noch hin und weg. Es ist das erst Tori Album seit langem, dass ich mal wieder auf Anhieb mag. Ganz und gar klassisch angelegt, scheint sie hier eine Art Tori-Essenz herausgeschält zu haben, die man hinter ihren Songs schon immer vermutete. Ratatat und Marina haben mir beim Packen für Frankreich den nötigen Drive verschafft, ebenso The Kooks deren neues Album herrlich belanglos ist. A.A. Bondy habe ich als Vorband von The Felice Brothers kennengelernt. Er spielt ein wunderbar sehnende E-Gitarre, die man auf dem Album American Hearts leider nicht so gut hören kann. Die Salsoul Mixes haben mich auf die Idee für den Artikel zu The Fortress of Solitude gebracht und passten wunderbar in diese Vorherbst Stimmung. Die restlichen Drei erklären sich aus dem Tonprotokoll.

Lieblings-Musikdienst der Woche ist spotify, den ich hier in Frankreich nutzen kann und dessen Player mir viel mehr gefällt als der von simfy. Lieblings-Straßenmusiker: Die Brassband am Sonntag Morgen am Garronne Ufer.

Und was lag bei Ihnen letzte Woche auf dem Plattenteller, Herr A-Ton?

Franz-Dinda-Tattoo "Elvis"

Ich wünsche einen schönen Montag, lieber Herr O-Ton,

und möchte wieder diese ominöse Rubrik für diese Woche, bzw. für die letzte Woche vorstellen. Das mit dem Platzhalter im Titel kam bisher nicht so ganz herüber, beschränkte sich die Variabilität der gemochten Sachen bezüglich Musik nur auf Lieblingssongs und LieblingskünstlerInnen ( oder -Bands). Dann will ich mal ein paar Anstöße geben:

Lieblingsheld der letzten Woche – Freddie Mercury (Todestag, R.I.P.). Lieblingsheldin der letzten Woche – Adele (singt den Bond-Song – laut Gerüchten). Lieblings-Musikmeldung – The Game fordert einige Rapper auf, sich sofort als schwul zu outen (angeblich soll es auch 50 Cent sein, ja klar!). Lieblings-Enttäuschung – PJ Harvey gewinnt den Mercury Prize 2011 (statt James Blake, Adele oder Anna Calvi, aber sie hat doch schon bereits gewonnen!!!). Lieblings-Musikmoment – ich habe mich neu verliebt – in den Patrick-Wolf-Song „Vulture“, der letzte Woche auf einer Party lief und richtig zündete.

Und jetzt kommen A-Tons Lieblingssongs der 36. Woche (05. – 11.09.2011):

01 (NEU) Washed Out – Far Away
02 (NEU) Washed Out – Soft
03 (WE) James Blake – What Was It You Said About Luck
04 (21) St. Vincent – Cruel
05 (13) St. Vincent – Surgeon
06 (03) Frank Ocean – Thinking About You
07 (01) Hooray for Earth – No Love
08 (NEU) Beirut – Santa Fe
09 (06) Wild Beasts – Catherine Wheel
10 (NEU) St. Vincent – Cheerleader

Nähere Infos zu St. Vincent, Washed Out und Beirut folgen in den nächsten Tagen…und was gab’s bei dir zu hören, lieber Herr O-Ton?

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13.09.2011 8:39

Moinmoin Herr A-Ton,

hier erstmal meine Top-Künstler der letzten Woche:

01 Bon Iver
02 Queen
03 B. Fleischmann
04 Hooray for Earth
05 De La Soul
06 Alison Krauss & Union Station
07 Elbow
08 Elbtonal Percussion
09 The Script
10 The Dead Weather

Die Nummern Eins und Zwei sind definitiv diesem Blog geschuldet. Bon Iver allerdings mit Abstand weit vorne, da ich jedes Album ca. 8-10 Mal durchgehört habe. Das Durchforsten meiner Musikbibliothek nach dem Zufallsprinzip geht weiter: B. Fleischmann, von ihm das Album The Humbucking Coil (2006), hat es mir besonders angetan. Allerdings ist das wieder etwas, was man wunderbar nebenher hören kann. Am ehesten hat es mich seine Musik an The Album Leaf erinnert. Hooray for Earth hat es zwar in die Top Ten geschafft, ist aber leider nicht bis zu mir vorgedrungen und muss vielleicht auch wiederentdeckt werden. Auch so eine Wieder Entdeckung waren De La Soul, The Script, Elbtonal Percussion und The Dead Weather. Alle nur ein bis zwei mal gelaufen. Die Drummer und Schlagwerker aus Hamburg Elbtonal Percussion mit ihrem Album Four Elements, haben schon vor Jahren bei mir Eindruck geschunden. Ihre Interpretation von Sting’s St. Agnes and The Burnung Train finde ich auch nach wie vor genial. Aber dieses kleine Instrumentalstück von The Soul Cages mochte ich schon immer sehr gerne. Einbisschen Bluegrass von Alison Krauss muss immer mal sein und Elbow ist jetzt schon mal die Vorbereitung auf das Konzert im Herbst!

Lieblingsvorfreude letzte Woche: Tori Amos neues Album kommt bald und hier kann man schon mal reinhören (Ich bin jetzt schon verzaubert):

first-listen-tori-amos-night-of-hunters

Ansonsten hat mich der Mercury-Preis für PJ Harvey auch enttäuscht und Adele für den Bond-Song? Toll! Wer sonst hat so viel 007-Drama in der Stimme?

Franz-Dinda-Tattoo "Elvis"

Werter Herr O-Ton,

Die vergangene Kalenderwoche 35 wird wieder aufgerollt. Zunächst einmal meine Lieblingssongs der 35. Woche (28.08. – 04.09.2011):

01 (03) Hooray for Earth – No Love
02 (01) Hooray for Earth – Surrounded by Your Friends
03 (NEU) Frank Ocean – Thinking About You
04 (NEU) Beyoncé – Love on Top
05 (NEU) Bon Iver – Perth
06 (02) Wild Beasts – Catherine Wheel
07 (09) James Blake & Bon Iver – Fall Creek Boys Choir
08 (NEU) Bon Iver – Beth/Rest (Solo Piano Version)
09 (16) Hooray for Earth – Sails
10 (WE) The Rapture – How Deep Is Your Love

Die Neueinsteiger auf den Plätzen 3 bis 5 (und auf 8 ) haben indirekt alle miteinander etwas zu tun, denn sie haben alle bei Jay-Zs und Kanye Wests Projekt Watch the Throne (2011) mitgewirkt.

Frank Ocean zum Beispiel war das Feature des ersten Tracks „No Church in the Wild“. Noch besser jedoch ist „Thinking About You“, womöglich es der bis dato beste Track des OFWGKTA-Mitglieds (Odd Future, Tyler, The Creator und so), weil es ein so erfrischendes und doch nicht kitschiges R’n’B-Lied ist. Besser produziert als die Sachen auf seinem Album Nostalgia, Ultra (2011) ist es sogar noch!

Nochmal R’n’B: auch Beyoncé sang auf dem Album ihres Mannes und dessen Buddy ein paar Strophen, nämlich auf „Lift Off“. Aber „Love on Top“ fanden Jay-Z und Kanye West aber wohl auch ganz toll, denn dessen Performance aus 4 (2011) nahm sie auch gleich als PR-Trittbrett, um stolz ihren noch unvoluminösen Babybauch am Ende warmzurubbeln. Ist trotzdem ein sehr mitreißendes und gute Laune machendes Highlight aus ihrem Album.

Und Bon Iver macht dauernd von sich reden, zumindest im Indie-Musik-freundlichen Blog-Mikrokosmos. Sei es ein MTV-Diss auf seinem Blog, als Mitbeteiligter bei der Jay-Z-Kanye-Kollabo „That’s My Bitch“, beim anderen großen Jointventure mit James Blake (dazu gleich mehr) oder die pianobasierte Soloversion von „Beth/Rest“. Die Originalversion dieses Songs aus seinem zweiten selbstbetitelten Album polarisiert stark, Herr O-Ton kann ein Lied davon singen. Doch die „Solo Piano Version“ ist ungleich reduzierter und weniger zugekleistert mit Synthie-Käse oder Saxofon-Schmalz. Ähnelt eher der großartigen Coverversion von „I Can’t Make You Love Me / Nick of Time“ (Bonnie Raitt), mein persönlicher Song des Monats Juli.

So weit ist es mit „Fall Creek Boys Choir“ noch nicht für August oder September. Der Track ist ein wenig enttäuschend, da man schon bessere Oden von James Blake oder Bon Iver einzeln gehört hatte. Nichtsdestrotrotz weiß diese sinnliche Single zu gefallen. Justin Vernon von Bon Iver singt in gewisser Weise über ein James-Blake-Track und wird von diesem stimmlich dank Autotune verzerrt. Spannender ist es jedoch für mich, mir vorstellen, ob James und Justin auch ein Duett konzipiert , und gar ein gemeinsames Album der Jay-Kanye-Sorte geplant haben, ob sie privat Buddies geworden sind, und ob sie vielleicht sogar herumschmusen. Letzteres ist eine sehr verlockende Vorstellung…

Was gibt’s Neues aus den Wohnzimmer-Lautsprechern, bzw. aus den Kopfhörern von dir, lieber Herr O-Ton?

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Hallo A-Ton,

nicht viel Neues, wenn auch neu in der Top Ten, gab es letzte Woche auf meinen Ohren:

01 (NEU) Band of Horses
02 (NEU) Alela Diane
03 (NEU) Howard Shore
04 (NEU) Sinéad O’Connor
05 (NEU) Ray LaMontagne
06 (NEU) The Album Leaf
07 (NEU) Dylan LeBlanc
08 (NEU) Laura Marling
09 (NEU) Asa
10 (NEU) Nikos Mamangakis

Die Band of Horses habe ich irgendwie durch Zufall wieder entdeckt. Vor einiger Zeit mal gehört, aber nicht für gut befunden, haben sie jetzt voll eingeschlagen und passten irgendwie zu meiner Stimmung und den vielen Wegen mit dem iPod letzte Woche. Alela Dianes Album The Pirate’s Gospel hat mich mal wieder auf die Weltmeere entführt und Howard Shore war Hintergrundmusik für viel Stunden Grafikarbeit (OST Lord of the Ring). So auch Sinéad O’Conner, Ray LaMontagne, The Album Leaf und Asa. Dylan LeBlanc fand ich mal gut, wollte ich jetzt nochmal hören und dacht hmmmm, okay…. 😉 Genauso Laura Marling.

Nikos Mamangakis fällt da natürlich etwas raus. Ich habe in letzter Zeit die Serie „Heimat“ von Edgar Reitz immer mal wieder zu Entspannung geschaut. Der Soundtrack von Nikos Mamangakis ist somit mit vielen Bildern aus der ersten Staffel verbunden und wohl eher ein melancholischer Hörgenuss! Zur Musik von „Heimat“ könnte ich aber mal einen eigenen Thread machen.

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07.09.2011, 17:45

Tach, Herr O-Ton,

und jetzt folgen meine meistgehörten Bands und KünstlerInnen der letzten sieben Tage, von denen viele genauso und ähnlich oft gehört wurden, sodass es oft ein Unentschieden gab:

Platz #01 teilen sich The Rapture [Wiedereinstieg wegen des neuen vierten Albums] und Bon Iver [WE wegen Blake-Bon-Kollaboration und der nicht enden wollenden Indie-Blogs-Berichterstattungen].

Auf Platz #03 ist Platz für die Damen Beyoncé [WE wegen VMA-Auftritt] und Feist [WE, weil ich mich nach ihrem neuen Album sehne].

Platz #05 geht sowohl an den US-Rapper Saigon [Neueinstieg, weil in der Blogosphäre schon lange bejubelt] als auch an den UK-Alleskönner Dev Hynes alias Blood Orange [NEU wegen Entdeckung des Albums Coastal Grooves (2011)] und, wieder ist Justin Vernon dabei, an die Kollabo des Jahres James Blake & Bon Iver [NEU wegen Release von „Fall Creek Boys Choir“].

Auf #08 ist der große Prince [WE wegen laut.de-Meilensteinigung von Sign ˈOˈ The Times (1987) letzte Woche].

Auf Platz #09 befindet sich die Geht-immer-Band Spoon [WE].

Und auf der #10 sitzt der Altmeister Brian Eno [NEU wegen Entdeckung des eher enttäuschenden Klassikers Another Green World (1975)].

Kann leider mit vielen deiner letztwöchigen Lieblingsartists nicht viel anfangen. Alela Diane? Laura Marling? Asa? Band of Horses? Gähn. Und: Who the fuck is Nikos Mamangakis???

Franz-Dinda-Tattoo "Elvis"

Ahoy, lieber Herr O-Ton,

auf ein Neues! In der Kalenderwoche 34 habe ich, wenn man meinem Last.FM-Account Glauben schenken sollte, am meisten die Musik der KünstlerInnen und Bands

#01 The Weeknd, #02 Anna Calvi, #03 Hooray for Earth, #04 Elliott Smith, #05 Adele, #06 Modest Mouse, #07 Brian Wilson und Dead Man’s Bones (unentschieden) und #9 Radiohead, James Blake und Björk (unentschieden) gleichermaßen oft gehört. Und du so?

Die Lieblingssongs der 34. Woche (22. – 28.08.2011) hingegen sind.

01 (NEU) Hooray for Earth – Surrounded by Your Friends
02 (NEU) Wild Beasts – Catherine Wheel
03 (NEU) Hooray for Earth – No Love
04 (NEU) Hooray for Earth – Videostore
05 (01) Anna Calvi – First We Kiss
06 (NEU) Best Coast – Our Deal
07 (02) Son Lux – All the Right Things
08 (10) Washed Out – Amor Fati
09 (NEU) James Blake & Bon Iver – Fall Creek Boys Choir
10 (NEU) Charlotte Gainsbourg – Second Chance

Ein wirklicher Geheimtipp ist die New Yorker Band Hooray for Earth. Auf die im Stadtteil Brooklyn wohnenden vier Musiker bin ich über die Seite Metacritic gestoßen, denn die sehr guten Kritiken ihres Albums True Loves (2011) wurden zur rühmlichen Punktzahl von 84 von 100 Punkten zusammengefasst. Gleich durch Free-MP3s nachgehört und für geil klingend, wenn auch etwas hipster-like befunden, und dann dir weitererzählt. Allerdings ist das Elektro-Synthie-Poprock-Album, das nach zwei EPs in den USA veröffentlicht wurde, nicht im deutschen Handel zu kaufen: physisch lediglich als Import und digital bloß über iTundra zu beziehen, glaube ich.

Dann die schillernde B-Seite „Catherine Wheel“ aus der Single des noch schöneren „Bed of Nails“ des britischen Indie-Art-Rock-Quartetts Wild Beasts. Sie hätte sich auch gut auf dem grandiosen Album Smother (2011) gemacht.

Neu steigt auch „Our Deal“ des Ami-Indie-Pop-Duos Best Coast aus dem letztjährig veröffentlichten Crazy for You (2010) ein, weil mich letzte Woche das Musikvideo zum süßen Song dazu so fasziniert hatte.

James Blake & Bon Iver, die stimmlich und optisch sexiesten Alternative-Musiker und verehrten Indie-Blog-Halbgötter 2011, haben sich musikalisch zusammengetan. Morgen wird die Single „Fall Creek Boys Choir“ veröffentlicht. Die zwei, denen beiden oft vorgeworfen wird, weinerliche Indie-Musik zu produzieren, haben ein trotzdem sinnliches Stück gezaubert, das mit weniger Autotune noch besser geklungen hätte.

Zu guter letzt Charlotte Gainsbourg. Was für eine tolle Frau sie ist, zeigt sie sowohl im Schauspiel als auch in ihrer Musik. Wenn beide Talente kombiniert werden, umso besser. Die EP Second Chance (2011) kommt bald heraus. Und das tolle Musikvideo zum Titelsong offenbart eine dritte Begabung der berühmten Tochter: Tanzen!

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Und hier meine Lieblingskünstler von letzter Woche:

01 (NEU) Son Lux
02 (1) Grizzly Bear
03 (NEU) Esperanza Spalding
04 (NEU) Hooray for Earth
05 (NEU) How to dress well
06 (NEU) Simon Rattle
07 (NEU) Sara Slean
08 (NEU) PJ Harvey
09 (NEU) The Felice Brothers
10 (NEU) Sia

Wieder mal bunt gemischt, da ich im Moment sehr kreuz und quer höre und immer noch ganze Alben durch! Son Lux hab ich am meisten gehört, obwohl wirklich nicht viel davon hängen blieb. Aber ich habs versucht, wie meine Charts beweisen. Grizzly Bear immer noch von dem beeindruckenden Soundtrack zu Blue Valentine. Esperanza Spalding höre ich immer mal gerne, es ist so erfrischend unideologischer Jazz, der so neu und anders klingt. Hooray for Earth kam von Herrn A-Ton angeflogen, verflog aber auch wieder, kommt aber bestimmt auch wieder zurück. In diesem Sinne sind auch How to dress well und Sara Slean Wiederkehrer, der erste älteren, der zweite jüngeren Datums. Simon Rattle hat mit dem City Of Birmingham Symphony Orchestra eine wirklich schöne Version der Sinfonietta eingespielt, dazu eine schöne glakolytische Messe, auch von Janacek, die aber im Gegensatz zu Sinfonietta noch moderner und expressionistischer ist. PJ Harvey mit ihrem neuen Album wird bestimmt auch wiederkehren auf dem virtuellen Plattenteller. Die Felice Brothers mussten sein, sozusagen als Vorbereitung für das Konzert am 1. Dezember, bei dem auch wieder der E-Gitarrenvirtuose A.A.Bondy im Vorprogramm sein wird *freu*. Sias Erste, ja ich hab sie mir angehört und erinnerte mich dunkel…

Franz-Dinda-Tattoo "Elvis"

Lieber Herr O-Ton,

diese Montags-Rubrik hier fasst ab sofort alle Versuche deiner- und meinerseits zusammen, die vergangene Woche musikthematisch zu rekapitulieren. Du kannst alles posten, was du willst, denn diese Kategorie beschränkt sich nicht mehr nur auf „meine“ Likes (oder auch Dislikes).

Ich fange trotzdem hier einfach an mit dem Posten der zehn von mir meistgehörten oder meistgeschätzten Songs der KW 33, d.h. A-Tons Lieblingssongs der letzten Woche (15. – 21.08.2011):

01 (NEU) Anna Calvi – First We Kiss
02 (12) Son Lux – All the Right Things
03 (NEU) The Weeknd – Life of a Party
04 (01) Feist – How Come You Never Go There
05 (04) Anna Calvi – Blackout
06 (NEU) Katy B – Why You Always Here
07 (WE) Blood Orange – Dinner
08 (03) Neon Indian – Polish Girl
09 (11) Oh Land – Sun of a Gun
10 (07) Washed Out – Amor Fati

Viele Neuzugänge sind auf den zehn besten Plätzen zu verzeichnen. Anna Calvi führt mit dem theatralischen Indie-Flamenco-Rock-Lied „First We Kiss“ die Charts an, ein fesselnder Verführungs-Song aus ihrem Debüt Anna Calvi (2011). Göttlich.

Ansonsten konnte sich der neue Star unter den Indie-Symphonikern namens Son Lux dank mehrerer Durchgänge des gehörten We Are Rising (2011) in die TOP10 platzieren. Das an neuere Sufjan-Stevens-Songs erinnernde „All the Right Things“ hat es auf Platz 2 geschafft.

Der Lo-Fi-Elektro-R’n’B-Künstler The Weeknd hat letzte Woche ganz überraschend ein neues Mixtape/Album namens Thursday (2011) einfach so ohne Ankündigungen zum kostenlosen Downloaden hochgeladen. Am Eingängigsten ist der sinnliche Track Nr. 2 namens „Life of a Party“.

Katy Bs Debütalbum On a Mission (2011) wurde gestern nochmal gehört, auch wenn ich mir lediglich etwas schludrig ein paar Tracks herausgepickt habe. Endlich ins Hirn gebrannt hat sich nun „Why You Always Here“.

Blood Orange ist das Nachfolgeprojekt von Dev Hynes (Test Icicles, Lightspeed Champion). Das erste daraus entstandene Album Coastal Grooves (2011) konnte bereits eine seltene Musikexpress-Rezensions-Wertung von 5,5 von 6 Punkten erlangen, was etwas wie „nahezu perfekt und meisterhaft“ bedeutet. Das in die Charts wiedereingestiegene „Dinner“ ist grandioser beatlastiger Synthie-Pop, der ein wenig an Retro-Housemusik Anfang der 90er klingt.

Das leicht elektronische Popstück „Sun of a Gun“ von Oh Land ist aus dem gleichnamigen Album Oh Land (2011). Neben Foster the Peoples „Pumped Up Kicks“ ist die Single wohl DER „Indie“-Sommerhit 2011 für Mainstream-Leute, die Coldplay und Kings of Leon (seit 2008) für „Alternative Rock“ halten. Dabei ist die schwedische Major-Label-Sängerin (Sony Music) mehr als nur für einen Half-Hit-Wonder gut.

What about you, Herr O-Ton?

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Hallo lieber A-Ton,

etwas verspätet, aber bei mir sah es letzte Woche so aus:

01 (NEU) Grizzly Bear
02 (NEU) Anna Calvi
03 (NEU) Joan as Policewoman
04 (NEU) Bodi Bill
05 (NEU) Bob Dylan
06 (NEU) Nicolas Jaar
07 (NEU) Karen Elson
08 (15) Tori Amos
09 (NEU) Tunng
10 (NEU) King Creosote & Jon Hopkins

Grizzly Bear und Bodi Bill waren mir ja, wie berichtet, auf verschiedene Art und Weise wieder begegnet. Anna Calvi ist einem Ihrer letzte Artikel geschuldet und natürlich unserem Austausch über den Mercury Prize 2011, ebenso wie King Creosote & Jon Hopkins. Wie Joan as a Policewoman da reingerutscht ist, weiss ich nicht so genau, habe sie wahrscheinlich mal nebenher gehört. Bob Dylan kam jetzt ganz viel bei meiner Folk-Playlist heraus, die eigentlich mehr eine Dylanlist ist. Nich immer erträglich… Nicolas Jaar läuft immer mal nebenher, wenn ich meine Texte schreibe, irgendwie beruhigend, seine Musik. Karen Elsons Platte The Ghost who walks habe ich auch wieder entdeckt. Tori Amos ist wohl immer irgendwie jede Woche unter den Top 20, letzte Woche nach oben gerutscht durch unsere Plauscherei über sie. Tunng ist wahrscheinlich von jemand anderem hier bei mir angespielt worden. Die sind zwar sehr interessant, aber auch etwas anstrengend!

Lieber Herr O-Ton,

ich möchte dir wieder meine Lieblingssongs der letzten Kalenderwoche vorstellen.

01 (NEU) Feist – How Come You Never Go There
02 (08) Shabazz Palaces – Swerve… The reeping of all that is worthwhile (Noir not withstanding)
03 (01) Neon Indian – Polish Girl
04 (02) Anna Calvi – Blackout
05 (30) St. Vincent – Surgeon
06 (04) M83 – Midnight City
07 (05) Washed Out – Amor Fati
08 (NEU) Jay-Z & Kanye West – Otis
09 (NEU) Active Child – Playing House
10 (NEU) The Rapture – How Deep Is Your Love

Einmal hätten wir eine Platzierung von Null auf Eins bei der immer noch großartigen Feist, auch wenn diese neue Single eher gemächlich daherkommt im Vergleich zu den Vorgängern „1234“, „Inside and Out“, „My Moon My Man“ oder „Mushaboom“. Dann macht ganze fünfundzwanzig Plätze (!) „Surgeon“ von der weniger poppigen, etwas experimentelleren Feist-Kollegin St. Vincent gut. Das Gefallen des Watch-the-Throne-Projekts (2011) von Jay-Z und Kanye West wird durch die Single „Otis“ mit erstaunlich gelungenem Otis-Redding-Sample repräsentiert.

Active Child hingegen steht mit der aktuellesten Free-MP3 „Playing House“ eher der Musik von James Blake, Jamie Woon und How to Dress Well nahe: R’n’B auf warmer Elektro-Grundlage. Disco-Punk hingegen gibt es von The Rapture. „How Deep Is Your Love“ ist keine Bee-Gees-Coverversion, bezieht sich aber immerhin durch Saxofonismus (siehe Saxobeat-it-Blogeintrag) auf vergangene Musikzeiten.

Magst du auch eine Art Liste deiner letztwöchtigen Lieblingssongs ersteller, lieber Herr O-Ton? Ich hatte auf Twitter gelesen, dass du das Album von Ghostpoet in der letzten Woche ein paar Mal gehört hast…

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15.08.2011 19:14

Lieber Herr A-Ton,

wie ich gerade feststelle, habe ich in meiner LastFM Statistik auf den ersten 10 Plätzen 10 Lieder vom gleichen Album, das eben 3 mal gelaufen ist in der letzten Woche. Die meisten anderen Titel sind je 1 mal gespielt worden. Das heisst nichts anderes, dass ich im Moment eher ganze Alben höre als einzelne Titel. Ich könnte also eine Liste mit meinen Lieblingskünstlern in der Woche machen, die für die Woche Nr. 32 so aussehen würde:

01 (NEU) Ghostpoet
02 (NEU) Rebekka Bakken
03 (NEU) Hansonis
04 (NEU) I am Kloot
05 (NEU) Gotan Project
06 (NEU) Marissa Nadler
07 (NEU) Son Lux
08 (NEU) Adam Green
09 (NEU) She & Him
10 (NEU) Christopher Dallman

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16.08.2011, 20:06

Sehr geehrter Herr O-Ton,

deine Art der Aufzählung deines letztwöchigen Musikverhaltens finde ich ziemlich gut. Wenn du magst, kannst du auch einen eigenen Post eröffnen und dann „O-Tons Lieblingskünstler der 33. Woche“ oder so ähnlich nennen. 🙂 Wir können den nächstwöchigen Post auch in „Lieblings-… der 33.Woche“ umbenennen, ohne die beschränkenden Hinweise „A-Tons…“ oder „-songs“. Dann hat der Post weniger Egoistisches, weniger A-.Ton-Bezogenes an sich. 😀 What do you think?

Ich kenne das Album von Son Lux noch nicht, aber dessen We Are Rising (2011) muss ich diese Woche auf jeden Fall noch durchhören. In der aktuellen SPEX-Ausgabe ist ein Doppel-Feature zu ihm und Nico Muhly zu lesen. Niedlicher Nerd-Typ! Und die von mir bisher gekannten Songs „Rising“ und „All the Right Things“ sind super, auch wenn man mehrere Hör-Anläufe zum Liken braucht.

Interessant, dass du die Bakken und Gotan hörst. Ich mag manche Songs von I Am Kloot sehr! Z.B. die B-Seite „Deep Blue Sea“. Ich mag ja keinen Folk, aber wie ist die Marissa so? Hansonis klingt nicht wie die Mmm-Bop-Musik vom One-Hit-Wonder Hanson, oder? 😀

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Hallo lieber A-Ton,

hier der Text, der noch zu der Aufzählung sollte:

Ghostpoet und Son Lux sind dem Mercurypost geschuldet. Christopher Dallman höre ich immer mal und in der letzten Woche natürlich besonders um in die richtige Stimmung für den Dallman Post hier zu kommen. Bakken, ja auch eine, deren Konzerte ich sehr schätze, deren Alben ich aber eher selten höre. Etwas zu glatt abgemischt, zu nett jazzig. Aber es gibt einige Songs, die ich sehr mag, viele davon sind auf ihrem ersten Soloalbum The Art of how to Fall. Bei Hansonis handelt es sich um einen Kölner Musiker, der sein erstes Soloalbum dem Dichter Dylan Thomas gewidmet hat: Drink and Drive with Dylan Thomas. Ein Album mit Ecken und Kanten, ich mags aber, weil ich Michael Hansonis für einen großartigen Musiker halte. I am Kloot kamen dran, weil ich eigentlich was über die schreiben wollte, kommt noch, versprochen. Gotan lief, als was nebenher laufen musste, Marissa hat ne neue, den Adam nahm ich neulich mal mit auf ne Straßenbahnfahrt, She & Him lief, als nebenher was laufen musste.

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17.08.2011, 17:00

Sei gegrüßt, Herr O-Ton,

Son Lux finde ich echt gut, erinnert mich an Owen Pallett und an Grizzly Bear. Aber das Album wurde nicht nominiert als Kandidat für den Mercury Prize 2011. Das heißt, du kamst über einen anderen wirklich MP-Nominierten zum Hören dieses Albums?

Ich weiß nicht, ob ich mir Bakken („zu nett jazzig“) und Gotan Project „bewusst unbewusst“ hören kann. She & Him schon eher. Das heißt, ich würde es nicht mit Absicht als Hintergrundbemalung von einer Arbeitstätigkeit auswählen. Finde die Sachen nicht schlecht, aber das war es auch schon. Geradeeben habe ich mir von Four Tet Everything Ecstatic (2005) angehört für solche Fälle. Ich stelle fest, es lenkt fast schon zu sehr ab, aber auch nur, weil es ein spannendes Instrumental-Album ist.

Das mit der Vertonung von Gedichten von Dylan Thomas finde ich sehr spannend. Hansonis, soso! Vom Walisen Thomas kann ich das Gedicht „Do Not Go Gentle to That Good Night“ nur empfehlen.

Ich freue mich schon auf deinen Post zu I Am Kloot. Wird das auch wieder eine „Story“? 🙂

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Sehr geehrter Herr O-Ton,

ich möchte für diesen Blog eine neue Kategorie einführen, zu welcher ich in meinem anderen Blog ziemlich regelmäßig Aktualisierungen gepostet habe: meine Charts. Meine Lieblingssongs der 31. Woche (01. – 07.08.2011) spiegeln sozusagen mein Hörverhalten wider. Aus den zusammengezählten 30 Songs, die ich in der letzten Woche am meisten oder am liebsten gehört habe, erstelle ich eine Hierarchie und die zehn höchstplatzierten Tracks werden hier vorgestellt mit Angabe der Vorwochenplatzierung in Klammern.

In Zukunft werde ich jeden Montag über den aktuellen Stand der musikalischen Dinge Auskunft geben. Und wenn du möchtest, lieber Herr O-Ton, kannst du entweder direkt auf meine Charts antworten und/oder erstellst ein eigenes Ranking. 🙂

01 (NEU) Neon Indian – Polish Girl
02 (WE) Anna Calvi – Blackout
03 (NEU) Bon Iver – Holocene
04 (02) M83 – Midnight City
05 (01) Washed Out – Amor Fati
06 (NEU) The Horrors – I’ll Be Your Man
07 (NEU) Jens Lekman – An Argument with Myself
08 (06) Shabazz Palaces – Swerve… The reeping of all that is worthwhile (Noir not withstanding)
09 (NEU) Portugal. The Man – So American
10 (04) Bon Iver – Who Is It (Björk Cover)