Lieblings-_____ der 35. Woche (28.08. – 04.09.2011)

Franz-Dinda-Tattoo "Elvis"

Werter Herr O-Ton,

Die vergangene Kalenderwoche 35 wird wieder aufgerollt. Zunächst einmal meine Lieblingssongs der 35. Woche (28.08. – 04.09.2011):

01 (03) Hooray for Earth – No Love
02 (01) Hooray for Earth – Surrounded by Your Friends
03 (NEU) Frank Ocean – Thinking About You
04 (NEU) Beyoncé – Love on Top
05 (NEU) Bon Iver – Perth
06 (02) Wild Beasts – Catherine Wheel
07 (09) James Blake & Bon Iver – Fall Creek Boys Choir
08 (NEU) Bon Iver – Beth/Rest (Solo Piano Version)
09 (16) Hooray for Earth – Sails
10 (WE) The Rapture – How Deep Is Your Love

Die Neueinsteiger auf den Plätzen 3 bis 5 (und auf 8 ) haben indirekt alle miteinander etwas zu tun, denn sie haben alle bei Jay-Zs und Kanye Wests Projekt Watch the Throne (2011) mitgewirkt.

Frank Ocean zum Beispiel war das Feature des ersten Tracks „No Church in the Wild“. Noch besser jedoch ist „Thinking About You“, womöglich es der bis dato beste Track des OFWGKTA-Mitglieds (Odd Future, Tyler, The Creator und so), weil es ein so erfrischendes und doch nicht kitschiges R’n’B-Lied ist. Besser produziert als die Sachen auf seinem Album Nostalgia, Ultra (2011) ist es sogar noch!

Nochmal R’n’B: auch Beyoncé sang auf dem Album ihres Mannes und dessen Buddy ein paar Strophen, nämlich auf „Lift Off“. Aber „Love on Top“ fanden Jay-Z und Kanye West aber wohl auch ganz toll, denn dessen Performance aus 4 (2011) nahm sie auch gleich als PR-Trittbrett, um stolz ihren noch unvoluminösen Babybauch am Ende warmzurubbeln. Ist trotzdem ein sehr mitreißendes und gute Laune machendes Highlight aus ihrem Album.

Und Bon Iver macht dauernd von sich reden, zumindest im Indie-Musik-freundlichen Blog-Mikrokosmos. Sei es ein MTV-Diss auf seinem Blog, als Mitbeteiligter bei der Jay-Z-Kanye-Kollabo „That’s My Bitch“, beim anderen großen Jointventure mit James Blake (dazu gleich mehr) oder die pianobasierte Soloversion von „Beth/Rest“. Die Originalversion dieses Songs aus seinem zweiten selbstbetitelten Album polarisiert stark, Herr O-Ton kann ein Lied davon singen. Doch die „Solo Piano Version“ ist ungleich reduzierter und weniger zugekleistert mit Synthie-Käse oder Saxofon-Schmalz. Ähnelt eher der großartigen Coverversion von „I Can’t Make You Love Me / Nick of Time“ (Bonnie Raitt), mein persönlicher Song des Monats Juli.

So weit ist es mit „Fall Creek Boys Choir“ noch nicht für August oder September. Der Track ist ein wenig enttäuschend, da man schon bessere Oden von James Blake oder Bon Iver einzeln gehört hatte. Nichtsdestrotrotz weiß diese sinnliche Single zu gefallen. Justin Vernon von Bon Iver singt in gewisser Weise über ein James-Blake-Track und wird von diesem stimmlich dank Autotune verzerrt. Spannender ist es jedoch für mich, mir vorstellen, ob James und Justin auch ein Duett konzipiert , und gar ein gemeinsames Album der Jay-Kanye-Sorte geplant haben, ob sie privat Buddies geworden sind, und ob sie vielleicht sogar herumschmusen. Letzteres ist eine sehr verlockende Vorstellung…

Was gibt’s Neues aus den Wohnzimmer-Lautsprechern, bzw. aus den Kopfhörern von dir, lieber Herr O-Ton?

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Hallo A-Ton,

nicht viel Neues, wenn auch neu in der Top Ten, gab es letzte Woche auf meinen Ohren:

01 (NEU) Band of Horses
02 (NEU) Alela Diane
03 (NEU) Howard Shore
04 (NEU) Sinéad O’Connor
05 (NEU) Ray LaMontagne
06 (NEU) The Album Leaf
07 (NEU) Dylan LeBlanc
08 (NEU) Laura Marling
09 (NEU) Asa
10 (NEU) Nikos Mamangakis

Die Band of Horses habe ich irgendwie durch Zufall wieder entdeckt. Vor einiger Zeit mal gehört, aber nicht für gut befunden, haben sie jetzt voll eingeschlagen und passten irgendwie zu meiner Stimmung und den vielen Wegen mit dem iPod letzte Woche. Alela Dianes Album The Pirate’s Gospel hat mich mal wieder auf die Weltmeere entführt und Howard Shore war Hintergrundmusik für viel Stunden Grafikarbeit (OST Lord of the Ring). So auch Sinéad O’Conner, Ray LaMontagne, The Album Leaf und Asa. Dylan LeBlanc fand ich mal gut, wollte ich jetzt nochmal hören und dacht hmmmm, okay….😉 Genauso Laura Marling.

Nikos Mamangakis fällt da natürlich etwas raus. Ich habe in letzter Zeit die Serie „Heimat“ von Edgar Reitz immer mal wieder zu Entspannung geschaut. Der Soundtrack von Nikos Mamangakis ist somit mit vielen Bildern aus der ersten Staffel verbunden und wohl eher ein melancholischer Hörgenuss! Zur Musik von „Heimat“ könnte ich aber mal einen eigenen Thread machen.

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07.09.2011, 17:45

Tach, Herr O-Ton,

und jetzt folgen meine meistgehörten Bands und KünstlerInnen der letzten sieben Tage, von denen viele genauso und ähnlich oft gehört wurden, sodass es oft ein Unentschieden gab:

Platz #01 teilen sich The Rapture [Wiedereinstieg wegen des neuen vierten Albums] und Bon Iver [WE wegen Blake-Bon-Kollaboration und der nicht enden wollenden Indie-Blogs-Berichterstattungen].

Auf Platz #03 ist Platz für die Damen Beyoncé [WE wegen VMA-Auftritt] und Feist [WE, weil ich mich nach ihrem neuen Album sehne].

Platz #05 geht sowohl an den US-Rapper Saigon [Neueinstieg, weil in der Blogosphäre schon lange bejubelt] als auch an den UK-Alleskönner Dev Hynes alias Blood Orange [NEU wegen Entdeckung des Albums Coastal Grooves (2011)] und, wieder ist Justin Vernon dabei, an die Kollabo des Jahres James Blake & Bon Iver [NEU wegen Release von „Fall Creek Boys Choir“].

Auf #08 ist der große Prince [WE wegen laut.de-Meilensteinigung von Sign ˈOˈ The Times (1987) letzte Woche].

Auf Platz #09 befindet sich die Geht-immer-Band Spoon [WE].

Und auf der #10 sitzt der Altmeister Brian Eno [NEU wegen Entdeckung des eher enttäuschenden Klassikers Another Green World (1975)].

Kann leider mit vielen deiner letztwöchigen Lieblingsartists nicht viel anfangen. Alela Diane? Laura Marling? Asa? Band of Horses? Gähn. Und: Who the fuck is Nikos Mamangakis???

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